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<blog>
	<datum>24.06.2026</datum>
	<headline>IT Sicherheit</headline>
	<teaser>
		Die IT Sicherheit wird leider aus Bequemlichkeit oft nur Stiefmütterlich behandelt. 
		Aber die Sicherheit Ihrer IT ist ständig in Gefahr. Bedrohungen lauern überall. 
		In diesem Blogbeitrag wollen wir einige Bedrohungsszenarien aber auch, wie Sie 
		sich schützen können, betrachten.
	</teaser>
	<para>
		Das Endziel vieler Angreifer ist letztendlich einen Teil Ihres Barvermögens 
		abzugreifen. Dazu versuchen sie die Kontrolle Ihrer IT zu erlangen und diese
		zu manipulieren. Im Falle einer einfachen Industriespionage wollen die Angreifer
		weniger an Ihr Geld sondern Daten abgreifen, die sie dann weiter verkaufen 
		wollen.
	</para>
	<para>
		Um es den Angreifern möglichst schwer zu machen, müssen Sie alle Angriffswege,
		die den Angreifern zur Verfügung stehen, identifizieren und schließen. Hier 
		könnten Sie diese Wege beschreiten;
		<ul>
			<li><b>Firewall</b><br/>
			Eine Firewall ist eine Einrichtung, die den Netzwerkverkehr überwachen und 
			steuern kann. Mit einer Firewall in den Client PCs können sie festlegen, welche 
			Programme welche Netzwerkverbindungen aufbauen dürfen oder nicht. In Ihrem
			Router können Sie aber auch festlegen, welche Rechner überhaupt eine 
			Netzwerkverbindung in das Internet aufbauen dürfen. In meinem kleinen 
			Firmennetzwerk habe ich z.B.nur dem Linuxserver erlaubt, Verbindungen in das 
			Internet aufzubauen. Alle anderen Clients mussten einen Proxy verwenden. Auch 
			der E-Mailverkehr ging ausschließlich über den Linuxrechner.</li>

			<li><b>Verschlüsselung</b><br/>
			Ihr Netzwerk abzusichern alleine nützt wenig, wenn Sie Daten mit der Außenwelt 
			austauschen wollen. Das bedeutet allerdings, dass Daten sich auf Systemen
			befinden können, die sie nicht oder wenig kontrollieren können. Das sind z.B. 
			fremde 	E-mailserver, Mitarbeiter/Kunden/Lieferanten-PCs, Cloudspeicher. 
			Hierzu setzen Sie am besten eine asymmetrische Verschlüsselung ein. Was heißt 
			asymmetrisch? Sie haben zwei Schlüssel, einen zum Verschlüsseln und einen zum 
			entschlüsseln. Einer davon bleibt privat, der verlässt nie Ihr Netzwerk, den 
			anderen können Sie beliebig weitergeben.</li>

			<li><b>Wachsamkeit</b><br/>
			Stärken Sie Ihre Wachsamkeit und das Ihrer Mitarbeiter. Die besten 
			IT-Securitymaßnahmen nützen nichts, wenn Sie oder Ihre Mitarbeiter im Eifer 
			des Alltags Information in die falschen Hände weiter gegeben haben. Da kommen 
			E-Mails angeblich von Ihrer Bank, Paypal, Vorgesetzten in denen Sie gebeten 
			werden Anmeldeinformationen zu überprüfen oder eine wichtige Geldüberweisung 
			zu tätigen. Die gefälschten E-Mails sind mittlerweile so gut gemacht, dass 
			man schon sehr genau hinschauen muss, um sie als Fälschung zu entlarven. Klicken 
			Sie <b>niemals</b> auf irgendwelche Links in E-Mails, wenn Sie dieser nicht zu 
			100% vertrauen können. Und wirklich <b>NIE</b>, um sich irgendwo anzumelden.</li>

			<li><b>Physische Trennung</b><br/>
			Machen Sie täglich ein Backup Ihrer Daten und zwar so, dass Sie die Daten auch
			leicht wiederherstellen können. Das jeweils letzte Backup sollte dabei 
			physikalisch getrennt von Ihrem Netzwerk aufbewahrt werden. Sollte es einem 
			Angreifer gelingen, wichtige Daten zu verschlüsseln, können Sie die betroffenen
			Systeme komplett neu aufsetzten und Ihre Sicherung wieder einspielen. Das ist 
			war viel Arbeit, aber immer noch billiger als die Lösegelder, die häufig 
			verlangt werden. Untersuchen Sie dann aber auch, welchen Angriffspfad die 
			Angreifer gegangen sind und schließen Sie diesen. Nebenbei schützt Sie diese
			Methode nicht nur vor Angreifern sondern auch vor Hardwaredefekten oder 
			anderen Katastrophen.</li>

			<li><b>Spiegel</b><br/>
			Als Erweiterung zum eben genannten, können Sie bei besonders gefährdeten Systemen
			auch einen Spiegel Ihres Systems bereitstellen, den Sie im Falle eines erfolgreichen 
			Angriffs austauschen können. Ein RAID-System ist hier aber nicht gemeint. Ein 
			RAID-System, das jede Änderung sofort spiegelt, schützt nur vor einem 
			Hardwarefehler. Ein versehentlicher oder böswilliger Angriff auf Ihre Daten 
			würde auch sofort gespiegelt werden und Sie hätten kein Backup, das Sie 
			einspielen können. Einen Spiegel können Sie auch bei versehentlichen Änderungen
			Ihrer Daten einsetzen. Dann hätten Sie auch auf jeden Fall einen Vorteil 
			gegenüber der Deutschen Bahn, die am 23. 6. 2026 komplett ausfiel, weil sie 
			keinen Spiegel für Ihr System besaß.</li>

			<li><b>Das minimale Rechteprinzip</b><br/>
			Geben Sie sich und Ihren Mitarbeiten nur die Rechte, die sie für Ihre tägliche 
			Arbeit wirklich brauchen. Für besondere Aufgaben, können Sie eine zweite 
			Kennung anlegen. Ich habe auf meinen Windows- und Linuxrechner auch jeweils zwei 
			Kennungen. Einen normalen Benutzer, der wenig darf, und einen Administrator,
			den ich für die Installation der Programme verwende. Unter Windows habe ich 
			sogar für die Windowsupdates eine dritte Microsoftkennung eingerichtet.<br/>
			Stellen Sie sich vor, für Ihr Bürogebäude gibt es für jede Tür einen eigenen 
			Schlüssel und einen Generalschlüssel, der alle Türen öffnet. Es wäre sehr 
			fahrlässig, wenn die den Generalschlüssel für Ihre tägliche Arbeit verwenden.
			Denn wenn dieser verloren oder gestohlen wird, ist das gesamte Gebäude den 
			Angreifern schutzlos ausgeliefert.</li>
		</ul>
	</para>
	<para>
		Warum die asymmetrische Verschlüsselung so sicher ist, will ich in diesem 
		kurzen Exkurs erläutern. Die Verschlüsselungssoftware berechnet aus zwei sehr
		großen Primzahlen und einem zufälligen Schlüssel zwei neue Schlüssel das 
		sogenannte public private key pair. Für den zufälligen Schlüssel werden oft 
		Mausbewegungen des Benutzers aufgezeichnet. Keiner der beiden Schlüssel kann 
		aus dem anderen berechnet werden. Sie können also bedenkenlos den öffentlichen 
		Schlüssel weitergeben. Den privaten Schlüssel müssen Sie aber hüten wie Ihren 
		Augapfel. Der wird daher oft mit einen Passwort verschlüsselt abgespeichert. 
		Hüten Sie auch dieses Passwort. Da aber der private Schlüssel Ihr Netzwerk nie 
		verlassen muss, kann dieser auch nicht auf einem ungesicherten Weg abgegriffen 
		werden, solange Sie die anderen Maßnahmen auch beherzigt haben. Nach 
		derzeitigen Erkenntnisstand ist eine unbefugte Entschlüsselung Ihres Codes 
		kaum durchführbar, wenn die Schlüssel auch lang genug sind (>=128 Bit).
	</para>
</blog>